Start
Der Förderverein Poliohilfe-Kenia wurde am 23. Oktober  1991 gegründet. Es waren 11 Interessenten anwesend,  die sich nach der Vorstellung des zu gründenden Vereins  alle zum Vereinsbeitritt erklärten. Die Hauptziele waren  und sind die Unterstützung der Kinderklinik in Port Reitz  und die Behindertenwerkstätten in Bombolulu und  Likoni.  Vorstandschaft: 1. Vorsitzender Kassiererin Otto Bonath Simone Heitzmann 2. Vorsitzender Schriftführerin Anton Gebert Marianne Dieterle In der Satzung wurde verankert, dass alle  Vorstandsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und somit  ihre Tätigkeit unentgeltlich ausführen. Insgesamt wurden  seit dem Bestehen des Vereins über 1.120.000 EUR den  Entwicklungsprojekten in Mombasa und Umgebung zur  Verfügung gestellt. Der Verein zählt momentan 89  Mitglieder.
Hilfe die ankommt!
1991  -  Erste Sammlungen Schon im November 1991 wurden Nähmaschinen mit Pedalantrieb gesammelt, auf Ihre Funktionalität überprüft und anschließend per Luftfracht nach Kenia transportiert. Dort leisten diese Maschinen aus deutscher Wertarbeit bis heute Ihren unermüdlichen Dienst. Einige Maschinen wurden an behinderte Schneiderinnen ausgegeben, die seither in Selbständigkeit Ihren Unterhalt verdienen   1992  -  Vereinsgründung Im Februar wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen und konnte somit als gemeinnütziger Verein anerkannt werden. Der Verein unterstützt den Klinik Neubau in Port Reitz und finanziert verschiedene Krankensäle komplett mit Ausstattung. 1993  -  Neubau einer Rollstuhlwerkstatt Beginn mit dem Neubau einer Rollstuhlwerkstatt, die im Januar 1994 die Produktion von Rollstühlen und Dreirädern aufnehmen konnte. Die Finanzierung des Gebäudes und das komplette Werkzeuginventar wurde komplett vom Polioverein zur Verfügung gestellt. Zusätzlich konnten noch 46 Rollstuhlpatenschaften vermittelt werden.   1994  -  Großer Hilfsgütertransport In diesem Jahr wurde ein großer Hilfsgütertransport mit benötigten Maschinen, Bürogeräten und Klinikausrüstung im Wert von über 30.000 DM organisiert. Die Mitgliederzahl hat sich in diesem Jahr auf über 70 erhöht.   1995  -  Spendenbilanz 65.000DM Der Verein stellte auch in diesem Jahr wieder etwa 65.000 DM zur Verfügung, die je nach Dringlichkeit in den verschiedenen Projekten zur Verfügung gestellt wurden. So konnten für die Schreinerei Holz und sonstiges Material zur Verfügung gestellt werden. Für die Schmuckwerkstätte wurden verschiedene Materialien zur Herstellung von Hals und Ohrschmuck importiert, damit eine neue Schmuckkollektion aufgelegt werden konnte. Die Produkte wurden damit für den ausländischen Markt attraktiver gemacht. Der größte Anteil jedoch wurde für notwendige Operationen an behinderten Kindern in der Kinderklinik aufgewendet.   1996  -  Existenzgründungs-Programm zu Selbsthilfe Beginn des Existenzgründungs-Programms für behinderte Menschen. Dieses Programm ist in erster Linie “Hilfe zur Selbsthilfe”. Behinderte Menschen erhalten zuerst eine Ausbildung in einem Handwerksberuf und in Buchführung. Erst nach ihrer festgestellten Eignung erhalten die Existenzgründer das notwendige Startkapital, sowie geeignete Wohn- und Geschäftsräume für einen kleinen Laden oder eine kleine Werkstatt. Alle Geschäftstätigkeiten werden auch weiterhin von bereitgestelltem Personal begleitet. Je nach wirtschaftlichem Erfolg wird von den Behinderten das Startkapital wieder zurückgezahlt. Als Anschubfinanzierung stellte der Verein etwa 10.000 DM zur Verfügung. Zusätzlich wurden für die Projekte Computer für die Verwaltung beschafft. Ca. 40.000 DM wurden für die Kinderklinik und verschiedene Patenschaften aufgewendet   1997 / 98  -  Rückschläge Politische Unruhen im August 1997 und eine Flutkatastrophe bedingt durch El Nino bringen die verschiedenen Projekte in Existenzbedrängnis. Es gilt nun die schwer geschädigten Projekte so schnell als möglich wieder aufzubauen, die Häuser der Arbeiter zu reparieren und den Beschäftigten der Werkstätten mit Ihren Familien Überbrückungshilfen zu ermöglichen. Durch verschiedene Werbeaktionen und Presseberichte konnte der Verein die größten Spendeneingänge seit dem Bestehen 1991 verzeichnen, und konnte so einen großen Beitrag zum Erhalt der Projekte leisten.   1999  -  Kontinuierlicher Ausbau Finanzierung eines neuen Ausstellungsraumes auf dem Gelände der Likoni-Schreinerei. Bereitstellung einer Lammello- Maschine und Fräswerkzeuge für die Schreinerei. Bezahlung der Schulgebühren von 15 behinderten Kindern. Übernahme der Kosten von Operationen für behinderte mittellose Kinder. Reparaturmaßnahmen in der Zentrale von Nairobi. Bereitstellung von 65 Rollstühlen an behinderte Menschen.   2000  -  Neubau eines Rehabilitationszentrums Das Jahr 2000 steht ganz im Zeichen des Ausbaus verschiedener Projekte, da die Probleme der vergangenen Jahre überwiegend beseitigt werden konnten. Das größte Vorhaben ist der Neubau eines Rehabilitationszentrums in der nähe von Mombasa. Dieses Gebäude wird in Zukunft die Betreuung der gemeindenahen Rehabilitation, das Existenz - Gründerprogramm und die zentrale Verwaltung beherbergen. Somit wird man in der Zukunft in der Lage sein, diese erfolgreichen Projekte noch weiter auszubauen. Insgesamt wurden für Patenschaften und Projekterweiterungen ca. 120.000 DM zur Verfügung gesellt. 2001 – Ausrüstung für das Rehazentrum Im Jahr 2001 konnte auf Grund der guten Spendenergebnisse das neue  Reha-Zentrum ausgestattet und parallel die Kinderklinik finanziell unterstützt werden. Des Weiteren wurden Patenschaften für Rollstühle und Schulförderung bereitgestellt. Die Gesamtunterstützung belief sich auf  90000 DM 2002 – Ausbau der Mobilen Klinik Anschaffung eines Motorrades um Patienten in unwegsamen Gegenden versorgen zu können. Bezahlung von Operationspatenschaften, Rollstuhlpatenschaften, und Schulpatenschaften. 2003 – Finanzierung eines Rehazentrums in Nakuru Der Ausbau von neuen Zweigstellen wird mit Hochdruck im gesamten Land vorangetrieben. Die Poliohilfe Kenia Oberwolfach beteiligt sich mit der Finanzierung einzelner Stationen. Zur Stabilisierung und Weiterentwicklung werden finanzielle Mittel an die Bombolulu Werkstätten in Mombasa und die Schreinerei in Likoni gewährt. 2004 – Ausbau der Mobilen Klinik Für die mobile Klinik finanzieren wir 1 Motorrad und einen Landrover der als fahrende Ambulanz und für Krankentransporte umgebaut wurde. Zusätzlich wurden Patenschaften für Rollstühle, Operationen und Schule vergeben. Die Gesamtunterstützung im Jahr 2004 liegt bei 75000 EUR. 2005 – Weiterer Ausbau von Rehazentren In Busia entsteht das bisher größte von uns finanzierte Projekt. Es wird ein Gebäudekomplex in dem Therapieräume, eine Orthopädie- Werkstatt und Schulungsräume mit Verwaltung untergebracht sind. Die Baukosten liegen bei 60000 EUR. 2006 – Das Reha-Zentrum in Busia wird eröffnet Der Höhepunkt in diesem Jahr ist die Eröffnung des Reha-Zentrums in Busia. Die war Eröffnung in ganz Kenia von großem öffentlichem Interesse. So wurde das Zentrum vom Vize- Staatspräsident Moodi Awori eröffnet und vom  Staatlichen Fernsehen in den Tagesnachrichten übertragen. In Essaba übernahmen wir die Finanzierung eines neuen Schulgebäudes für behinderte Kinder die bisher keine Schule aus Gründern Ihrer Behinderung erreichen konnten. 2007 – Finanzielle Unterstützung der Projekte Anschubfinanzierung von Existenzgründer- Programmen in Busia. Bezahlung von Operationspatenschaften, Rollstuhlpatenschaften, und Schulpatenschaften. 2008 – Politische Unruhen setzen auch unseren Projekten zu In den Wirren von politischen Unruhen wurden auch viele unserer unterstützten Kleingeschäfte geplündert und ausgeraubt. Wir vorsorgen diese Menschen und ihre Familien mit Lebensmitteln und dem notwendigsten um sie über die schwere Zeit zu retten. Dies ist eine unserer dunkelsten Stunden der Vereinsgeschichte. Für Reparaturen Nahrungsmittelhilfe und Sofortmaßnahmen zur Existenzsicherung vieler behinderter Menschen incl. medizinischer Versorgung durch die mobilen Kliniken wurden vom Verein knapp 46000 Euro zur Verfügung gestellt. 2009 – Hilfe mit Saatgut und Baubeginn des Reha-Zentrums in Embu Meistens kommt ein Unheil nicht alleine. Zu den politischen Unruhen zieht auch noch eine Dürre-Katastrophe durchs Land. Wir helfen den vielen Kleinbauern mit Saatgut, in der Zeit der Dürre sind große Ackerflächen ausgetrocknet und die Ernte komplett ausgefallen. Dadurch bedingt  wurde auch Saatgut zur Ernährung verwendet und fehlte für die nächste aussaht. Das Wetter machte mit und die Saatgutaktion hat alle unsere Hoffnungen erfüllt. Trotz all dieser erschwerten Bedingungen konnte mit dem Bau eines neuen Orthopädie Zentrums in Embu begonnen werden. Die Finanzierung von Patenschaften für Rollstühle, Operationen und Schule konnten weitergeführt werden. 2010 – Fertigstellung Orthopädie und Reha-Projekt in Embu Nachdem sich die politische Lage wieder stabilisiert hat und auch die klimatischen Verhältnisse die Versorgung der Bevölkerung wider ausreichend gesichert ist, können auch wir wieder den flächendeckenden Ausbau der Projekte vorantreiben. Um die Strukturelle Sicherheit in der Landwirtschaft zu verbessern stellen wir für ein Pilotprojekt Gelder für Zisternen, Wasserrohre und überirdische Wassertanks zur Verfügung. Hiermit können Felder in Dürrezeiten bewässert und so die Ernten gerettet werden. Die Baumaßnahmen in Embu können zum Jahresende abgeschlossen werden. Es wurden inklusiv der gebundenen Spenden für Patenschaften insgesamt 77985 EUR zur Verfügung gestellt. 2011 – Die Zweigstelle Machakos erhält ein Fahrzeug für die mobile Klinik Im Rahmen eines Kenia Aufenthaltes des Vorsitzenden Otto Bonath wurde das fertig gestellte Reha-Projekt offiziell mit den örtlichen Verantwortlichen eröffnet und zugleich das neue Fahrzeug für die mobile Klinik in Machakos übergeben. Neben der Finanzierung in die notwendige Infrastruktur wurden Mittel für Medikamente und Patenschaften zur Verfügung gestellt. Der Gesamtbetrag für alle geförderten Projekte bezifferte sich auf 47000 EUR. 2012 – Bau- & Finanzierung eines Wohnheims für behinderte Kinder Die notwendigen Schulräume wurden bereits 2006 vom Verein finanziert. Um die Probleme einer Unterkunft für die behinderten Kinder zu lösen ist dieser Bau ein großer Segen. Behinderte Kinder die etwas weiter von der Schule entfernt Wohnen haben jetzt die Möglichkeit zur Schule zu gehen und im Wohnheim (Internat) zu Wohnen. In Voi hat der Bau von einer Orthopädiestation begonnen Vorbilder hierfür sind Busia und Embu. In diesen Stationen werden ambulante Behandlungen angeboten. Für die Kinderklinik in Mombasa wurden Medikamente und Geld für Operationen zur Verfügung gestellt. Für alle Projekte zusammen wurden 74.000,00 EUR bereitgestellt. 2013 - Fertigstellung der neuen Rehastation mit Orthopädie in Voi Mit der Fertigstellung in Voi ist eine weitgehend flächendeckende Versorgung behinderter Menschen möglich. Eine Ausweitung der Standorte ist für uns erst einmal abgeschlossen. Der Fokus gilt  nun mit aller Kraft der Rehabilitation Körperbehinderten Menschen. Dies beinhaltet eine Flächendeckende medizinische Versorgung, Ermöglichung einer Schul- und Berufsausbildung und Schaffung von dauerhaften Einkommen. Für die Kliniken, Patenschaften und Einkommensförderung wurden im Jahr  2013 50849,03 EUR an die Projekte vergeben. 2014 - große Anstrengungen im Bereich Rehabilitation Schule: In Essaba wurde das Wohnheim komplett mit Möbel ausgerüstet und mit einen neu gebauten Tiefbrunnen mit Wasser versorgt. Für mittellose Kinder wurden Schulgebühren und Lernmittel zur Verfügung gestellt. Mobile Klinik Nairobi: Die Mobile Klinik in Nairobi erhielt ein neues Fahrzeug um auch Patienten im ländlichen Raum versorgen zu können. Kinderklinik in Port Reitz: Für Operationen von 40 körperbehinderten Kindern wurden die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Zudem wurden chirurgische Instrumente und Medikamente bezahlt. Rollstühle: Es konnten 18 Rollstühle als Patenschaften an behinderte Menschen ausgegeben werden. Bombolulu Werkstätten: In den Bombolulu Werkstätten wurden notwendige Renovierungsarbeiten und Werkzeuge finanziert. Im Jahr 2014 konnten für die genannten Projekte eine Summe von 83.330,00 EUR zur Verfügung gestellt. 2015 - ein schwieriges Jahr für Kenia 2015 war erneut ein turbulentes Jahr in Kenia, das im ersten Halbjahr erneut von Terroranschlägen geprägt war, mit verheerenden Folgen auf den Tourismus vor allem an der Küste. Der terroristische Anschlag auf eine Universität in Garissa, das 147 unschuldigen Studenten das Leben kostete, hatte nicht nur die Nation sondern auch die Welt erschüttert. Überfälle an der Nordküste in der Nähe von Lamu, hatte ebenfalls viele Opfer gefordert. Ein Angriff der Al Shabab Terroristen auf ein kenianischen Militärlager in Somalia forderte über 100 Opfer – die Zahl wurde nie bekannt gegeben da viele der Toten durch den brutalen Bombenangriff nicht mehr identifiziert werden konnten. Diese Zwischenfälle hatten verheerende wirtschaftliche Folgen auf das Bomboluluprojekt und die Schreinerwekstatt in Likoni. Auch die Rollstuhlpatenschaften die von Touristen finanziert werden, sind stark zurückgegangen. Das Bomboluluprojekt war gezwungen, sich gesund zu schrumpfen und hat weitere Führungsmitarbeiter entlassen um zu überleben. Zudem brannte der Verkaufsraum und die Holzschnitzerei Anfang März 2015 ab und bisher konnte lediglich die Holzschnitzerei wieder aufgebaut werden. Der Wiederaufbau des Verkaufsraumes hat jetzt begonnen da die Versicherung gezahlt hat und wird in ca. drei Monaten bezugsfertig sein. Hilfen im Jahr 2015   Finanzierung von 40 Operationen 20.000 EUR Medikamente   3.000 EUR Notfälle   3.000 EUR 65 Rollstuhlpatenschaften 14.885 EUR Schulpatenschaften      825 EUR Baumaßnahmen Bombolulu Projekt   3.000 EUR   gesamt 44.710 EUR 2016 - Der Verein feiert sein 25 jähriges bestehen Mit einem großen Festakt feierte die Polio-Hilfe-Kenia am Sonntag in der Oberwolfacher Festhalle mit zahlreichen Gästen und Gratulanten ihr 25-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende der Polio-Hilfe-Kenia, Otto Bonath und seine Frau Agnes - seit 25 Jahren die treibende Kraft hinter dem Verein - freuten sich zahlreiche Gäste zum Jubiläumsfest begrüßen zu können. Darunter Mitglieder des »Jugendklubs Weingarten« mit ihrem Vorsitzenden Gerhard Junginger, der die Projekte in Kenia auch seit über 20 Jahren unterstützt. Jürgen Nowak führte durch das Programm und meldete sich spontan per Handy beim »Crowdfunding«- Projekt der Volksbank als 50. Fan an. Somit kann die Spendenphase für das Projekt »25 Rollstühle« für Kenia jetzt starten. Nowak sprach auch als Vertreter der Vereine, die noch eine gemeinsame Geburtstagspende überreichen werden. »Der Polioverein hat Einzigartiges geleistet, wir sind froh euch zu haben«, meinte Nowak. Auch Bürgermeister Matthias Bauernfeind würdigte die Arbeit des Vereins und Gerhard Junginger schloss sich den Glückwünschen an. Er kam nicht mit leeren Händen: Blumen und Sekt für Otto und Agnes Bonath und eine Spende von 500 Euro an Hubert Seifert, der mit seiner Frau Rachel, Tochter Keziah und seiner Mutter Monika Seifert gekommen war. Afrikanische Rhythmen getrommelt Die Trommelgruppe um Monika Einhaus »MoUnaCasa&MaCantra« hatte mit afrikanischen Rhythmen und Begrüßungsliedern den Auftakt zum Fest gestaltet. Zum Mittagessen war dann nahezu jeder Platz in der Festhalle besetzt und auch draußen neben der Halle wurden noch Tische aufgestellt. Hubert Seifert erzählte von seinem Leben in Kenia und bedankte sich bei den großzügigen Spendern und  ehrenamtlichen Helfern. »Das alles ist ein Zeugnis dafür, dass es in einer Welt voller Not, Katastrophen und Krieg immer noch Hoffnung für eine bessere Welt gibt«, meinte Seifert. Die Hilfsbereitschaft dieser vielen Menschen hätte es ermöglicht, die Welt für viele Menschen in Kenia lebenswerter zu machen. Wie Seiferte berichtete, werden Kinder mit Behinderungen in Kenia oft immer noch als Fluch Gottes angesehen und der Wildnis überlassen. Rollstuhlpaten wichtig Viele Menschen seien gezwungen sich kriechend auf dem Boden fortzubewegen, die Rollstuhlpatenschaft wäre wie eine Wiedergeburt in ein neues Leben. Viele Behinderte und vor allem Kinder müssten oft in unmenschlichsten Verhältnissen dahin siechen und einen qualvollen Tod sterben. Vielen Menschen könne das mit einer Operation erspart bleiben. »Es gab Jahrzehnte des Wachstums, aber auch viele Rückschläge durch Naturkatastrophen, Krieg und Kriminalität, aber der Verein war immer ein tatkräftiger Helfer in all den Jahren«, lobte Seifert. Er hofft, dass man in 25 Jahren vielleicht keinen Verein mehr braucht, da die Regierungen in Afrika selbst mehr und mehr Verantwortung übernähmen. Die kenianische Nationalhymne sangen Rachel und Keziah Seifert, während das Publikum die Darbietung stehend würdigte. In seiner Rede dankte Otto Bonath ebenfalls den zahlreichen Helfern und Hubert Seifert für seinen unermüdlichen Einsatz für eine gute Sache. »Im Vergleich zu vielen Regionen dieser Welt, geht es uns fast unverschämt gut, das sollte auch das Mitgefühl für Menschen, denen dieses Glück versagt ist, wecken«, sagte er. Es sei schön sich in dem Verein zu engagieren, man bekomme immer mehr zurück als man gebe. Mit Bildern, einer Dokumentation und privaten Videos vergangener Reisen nach Kenia klang das Fest am späten Nachmittag gemütlich aus. Die Projekte 2016 Die Nachwirkungen der Terroranschläge und die momentane Dürre machen Kenia zu schaffen. Unter diesen erschwerten Bedingungen haben auch die Projekte sehr zu leiden. So kommen nur wenige Touristen in die Bombolulu Projekte. Das Überleben dieser Projekte hängt nun völlig vom Export ab, dies reicht jedoch nicht aus um die derzeitigen Kosten zu decken. Die Haupteinnahmen der Bombolulu Werkstätten wurden in der Vergangenheit hautsächlich durch den Verkauf der Waren an Touristen generiert. Diese Einnahmequelle ist nun fast komplett zum erliegen gekommen. Um die Situation in den Griff zu bekommen wird nun versucht die Arbeiterinnen und Arbeiter für den Selbstständigen Broterwerb über das Existenzgründer Programm fit zu machen. Erste Erfolge zeigen, dass dieses Instrument zum Erfolg führen kann. Bedingt durch die erschwerte wirtschaftliche Situation gehen auch insgesamt die Spenden einheimischer Firmen und staatlicher Institutionen zurück. Hiervon ist vor allen die Kinderklinik in Port Reitz betroffen, sie wird zu 100% aus Spenden finanziert. Um den Klinikbetrieb aufrecht erhalten zu können ist der größte Teil unserer finanziellen  Mittel in diese Einrichtung geflossen. Unterstützte Projekte 2016: Rollstuhlpatenschaften Schulpatenschaften Bombolulu Projekte Familien Eids Hilfe   Zuschuss für Klinikfahrzeug Medikamente Kinderklinik Port Reitz für Operationen und laufende Kosten Für diese Projekte haben wir insgesamt 52593,00 EUR zur Verfügung gestellt.